DAS ENSEMBLE

Das Ensemble le sourire gracieux wurde im Frühjahr 2017 von Miho Shirai, Anna Pontz und Cornelia Demmer gegründet. An den Musikhochschulen in München und Frankfurt ausgebildet, erkunden sie mit großer Neugierde die Möglichkeiten der ungewöhnlichen Besetzung mit Traversflöte, Barocklaute und Salterio. Seit 2018 ergänzt Adrian Cygan mit dem Barockvioloncello das Ensemble im tiefen Segment.

 

Durch die überraschende Klangfarben-kombination ihrer Instrumente erscheinen bekannte und unbekannte Werke des 17. und 18. Jahrhunderts in einem neuen Licht.  

Mit einem graziösen Lächeln, einem sourire gracieux, begegnen die KünstlerInnen dabei der Musik wie dem Publikum.

 

Ausdrucksvolle und lebendige Interpretationen sind das Ergebnis ihrer ansteckenden und einfühlsamen Musizierfreude. Erfolge, wie das Erreichen des Finales des 8°Concorso Internazionale di Musica Antica „Maurizio Pratola“ in L’Aquila (Italien), bestärken die MusikerInnen auf ihrer Entdeckungsreise.

 

Mitglieder



Cornelia Demmer


Cornelia Demmer wurde in Wien, Österreich geboren. Ihr Musikwissenschaftsstudium in Wien und Basel schloss sie mit der Masterarbeit "Karl Kohauts Kompositionen für die Laute im Kontext seiner Zeit" ab. Seit 2014 studiert sie Historische Aufführungspraxis, Hauptfach Laute bei Evangelina Mascardi an der Hochschule für Musik und Theater München. Auf zahlreichen Meisterkursen (u.a. bei Hopkinson Smith und Eduardo Egüez) vertieft sie ihre Kenntnis des Repertoires der Laute. Sie war Trägerin des Leistungsstipendiums der Universität Wien und des Deutschlandstipendiums, sowie Stipendiatin der Mark Lothar-Stiftung.
Seit 2013 engagiert sie sich außerdem als Vize-Obfrau der Österreichischen Lautengesellschaft für eine verstärkte öffentliche Wahrnehmung der Lauten-Instrumente. 
Cornelia Demmer geht einer regen Konzerttätigkeit als Solistin und Continuo-Spielerin in England, Italien, Belgien, Deutschland und Österreich nach und arbeitete u.a. mit den Ensembles Palestra Musicale Augsburg, Accademia di Monaco, Concerto de Bassus zusammen, CD-Aufnahmen für die Label Naxos und Coviello Classics.
Desweiteren arbeitet sie regelmäßig mit Komponisten zusammen und ist in der Saison 2018/19 Teil der Ensembles der Musiktheater-Produktionen "Orpheus und Eurydike" der Hochschule für Musik und Theater München und "FINITA", einer Produktion der Theaterakademie August Everding.


Anna Pontz

 

 

Die in Hutthurm im Landkreis Passau geborene Hackbrettistin begann schon früh mit ihrer musikalischen Ausbildung. Während der Schulzeit führten zahlreiche Teilnahmen am Musikwettbewerb „Jugend Musiziert“ zu Preisen auf Landesebene in verschiedenen Kategorien wie Hackbrett solo, Neue Musik und Alte Musik.

 Nach dem Bachelorstudium Hackbrett mit Nebenfach Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München folgte das erste Staatsexamen für Lehramt Musik an Gymnasien. Den weiterführenden Masterstudiengang Instrumental- und Gesangspädagogik bei Birgit Stolzenburg-de Biasio wird Anna Pontz im Herbst 2019 abschließen. Für ihre Studienleistungen wurde sie von der Hochschule mit dem Deutschlandstipendium ausgezeichnet, seit März 2019 ist sie Stipendiatin der LiveMusicNow-Stiftung. Für ihr musikalisches Wirken wurde ihr 2012 außerdem das Bildungszertifikat „Kompetenznachweis Musik“ vom Bayerischen Staatsministerium für Musik, Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie dem Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e. V. verliehen.

 Anna Pontz versucht auf dem Hackbrett neue Wege zu gehen und Grenzen auszuloten. Dabei stehen vor allem die beiden Bereiche Neue Musik und historische Aufführungspraxis im Zentrum ihrer Beschäftigung. Experimentelle Musik mit und für Hackbrett, in verschiedenen Instrumental- und Vokalbesetzungen sind regelmäßiger Bestandteil ihrer regen solistischen wie kammermusikalischen Konzerttätigkeit. Als angesehene Kammermusikpartnerin spielt Anna Pontz im Hackbrettensemble Quartetto salterietto, im Barockensemble le sourire gracieux sowie im Trio Catiti mit Violoncello und Laute zusammen.

 Nicht nur Kammermusik, auch Theaterproduktionen sind ein wichtiger Bereich ihrer musikalischen Tätigkeiten: Anna Pontz war in zwei Produktionen der Theaterakademie August Everding mit dem Hackbrett zu sehen und zu hören, „Lenz“ (2017) und „Finita“ (2019). Mit dem ungarischen Cimbalom wirkte sie 2018 in der deutschen Erstaufführung der Oper „Writing to Vermeer“ von Louis Andriessen im Philharmonischen Orchester Heidelberg mit.

 Eine große Bandbreite zeichnet sowohl ihr künstlerisches Schaffen als auch ihre pädagogischen Aktivitäten aus: Anna Pontz unterrichtet privat sowie an den Städtischen Sing- und Musikschulen München und Regensburg.


Miho Shirai

Miho Shirai wurde 1983 in Aichi (Japan) geboren.

Klavierunterricht bekam sie bereits mit 6 Jahren, seit ihrem 12. Lebensjahr spielt sie Flöte.   

2002 nahm sie ihr Studium (Querflöte bei Prof. Naoki Takagi und Kammermusik) an der Nagoya Musikhochschule in Aichi auf, welches sie 2006 als Jahrgangsbeste abschloss.

Von 2007-2010 studierte sie Künstlerische Instrumentalausbildung bei Prof. Michael Faust an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Wie auch im anschließenden Aufbaustudiengang Kammermusik, meisterte sie dieses Studium mit Bravour und Auszeichnung.

Im Jahr 2010 wurde sie von Live Musik Yehudi Menuhin als Stipendiatin aufgenommen. Schon während des Studiums ging sie 2011 als Solistin mit dem barocken Kammerorchester Acroama Animata auf Konzerttournee in Deutschland und Japan. Im Jahr 2012 war Miho Shirai Stipendiatin des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst).

Zur musikalischen Weiterbildung beginnt sie 2015 das Masterstudium Instrumentalausbildung, Hauptfach Traversflöte bei Karl Kaiser an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

Bereits seit ihrer frühen Jugend tritt Miho Shirai mit namhaften Orchestern in Japan und Deutschland auf.  Im Jahr 2016 war sie an der Erst-Einspielung der Oper "I Cherusci" von Simon Mayr für das Label Naxos beteiligt. Regelmäßig gibt sie auch als Soloflötistin Konzerte in ganz Europa.

Miho Shirai ist zudem eine erfahrene Musikpädagogin. Seit 2003 unterrichtet sie an mehreren Musikschulen, gibt Babykonzerte, Kurse für musikalische Früherziehung und erteilt in Japan und Deutschland privaten Musikunterricht für Kinder und Erwachsene.



Adrian Cygan

 

 

Adrian Cygan wurde im Jahre 1989 in Łódź (Polen) geboren. Seinen ersten Cellounterricht erhielt er im Alter von 7 Jahren an der Henryk Wieniawski Musikschule. Ebenda setzte er seine musikalische Ausbildung bis zum Abitur fort.

 Schon als zehnjähriger Cellist nahm er am Wettbewerb für junge Cellisten in Bydgoszcz (Polen) teil und erreichte mit dem ersten Preis seinen ersten Erfolg. In den nächsten neun Jahren erhielt er seine theoretische und instrumentale Ausbildung in einer Klasse mit musikalischem Profil, wo ihm der ehrgeizige Kreis seiner Altersgenossen und erfahrene Pädagogen eine schnelle musikalische Entwicklung erlaubten. Als aktiver Jugendlicher nahm er neue Herausforderungen sehr gerne an, z.B. die Teilnahme an zahlreichen Meisterkursen (Klaus Reinhardt, Adam Klocek, John Walz, Markus Nyikos, Arto Noras) oder an Wettbewerben in Europa. Im Jahr 2004 wurde er zum Stipendiat des polnischen Kulturministeriums, sowie in 2006 und 2008 der Pro Bono Poloniae Stiftung ausgewählt.

 Nach dem Abitur mit musikhistorischem Schwerpunkt entschloss er sich für ein Studium des modernen Cellos an der Musikhochschule in Lodz bei Prof. Stanisław Firlej. Während seiner Schulausbildung und seines Studiums nahm er an mehreren Internationalen Orchesterakademien teil (Holland, Belgien, USA, Deutschland, Italien) und widmete sich inzwischen der Kammermusik. Bis 2012 spielte er mit seinem Streichquartett Navis Konzerte in Polen und im Ausland. Das Stipendium des Adam Mickiewicz Instituts erlaubte ihm eine Teilnahme am Juilliard String Quartet Seminar in New York.

Ende des 2011 spielte er sein erstes Projekt als Basso Continuo als Cellist in der Barockoper Giulio Cesare in Egitto von G. F. Händel, was für ihn eine große Inspiration zur vertieften Auseinandersetzung mit historischer Aufführungspraxis war. Des Weiteren nahm Adrian Cygan am Erasmus Programm im königlichen Konservatorium in Brüssel bei Jeroen Reuling teil. Im Sommer 2013 schloss er sein Masterstudium in Polen ab.

Noch im selben Jahr wurde er als Student für Barockcello bei Markus Möllenbeck an der Folkwang Universität der Künste in Essen immatrikuliert. Seitdem spezialisiert er sich auf das Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts und vertieft seine Kenntnisse in diesem Bereich bei verschiedenen Barockcellisten (Kristin von der Goltz, Phoebe Carrai, Nicholas Selo, Guido Larisch, Jakub Kościukiewicz).

 Zusammen mit dem Cicerone Ensemble (Thomas Wormitt – Traversflöte und Andreas Gilger – Cembalo/Orgel) erreichte er im September 2014 das Semifinale des Van Wassenaer Concours in Utrecht und wurde im März 2015 beim Deutschen Musikwettbewerb mit dem Stipendium des Deutscher Musikwettbewerbs ausgezeichnet.

 Seit 2014 ist er ebenfalls Mitglied des Ensembles für Alte Musik Interrogatio in Würzburg. Beim Biagio Marini Wettbewerb in Neuburg an der Donau in 2015 und Gebrüder Graun Wettbewerb in Bad Liebenwerda in 2016 wurde das Ensemble mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

 Adrian Cygan ist ebenfalls als Lehrer an verschiedenen Musikschulen des Niederrheins tätig.